Othmar: Beginn Alpsommer 2018

 

Bericht im Gästebuch 2018

 

Meine erste Zeit verbrachte ich mit Franz-Heiri in Alplen vom 14.Mai bis 26. Mai.

 

Die Hütte in Alplen haben wir im Herbst mit Fabian der den ganzen Sommer Z'alp war, angefangen umzubauen. Da sie noch nicht betriebsbereit war mussten wir im Frühling vor der Alpauffahrt nochmals dran. Es gab noch viel zu tun. Es mussten die Wände getäfert der Boden und die Küche mit Blatten belegt werden und einen Boiler wurde auch noch installiert. Auch gibt es jetzt Licht im ganzen Haus und einen neuen Herd wurde auch noch eingebaut. Am Samstag 26. Mai waren wir fast fertig auch Agnes Sabina und Tobias waren beim Finish noch einmal dabei,so dass der Start der Alpzeit am Mittwoch 30. Mai begann. Da war ich natürlich auch dabei.

 

 

 

Meine 2. Zeit begann am 7. Juni. Zum ersten Mal bin ich mit den Mutterkühen ins Proholz gezogen. Die erste Herde 19 Tiere inkl. Kälber trieben wir von Riemenstalden in die Fernen. Ab dieser Zeit richtete ich mich im Proholz in der Hütte ein. 2 Tage später traf auch die 2. Herde ein es waren12 Tiere inkl. Kälber. Es waren insgesamt 31 Tiere. Das jüngste Kalb war mal ganze 2 Wochen alt hat aber die Strecke auf die Alp gut gemeistert.

 

Meine Aufgabe war es jetzt zu den Tieren zu schauen mindestens einmal täglich den Kontakt zu den Tieren zu pflegen und da sie doch nicht so zutraulich waren habe ich sie täglich mit einem Glas Salz besucht und schon nach wenigen Tagen wurden sie zutraulich und ich konnte fast alle streicheln und ich merkte wie sie wussten wenn ich komme gibt es Salz. Nur das kleinste Kalb konnte ich bis zum Schluss nicht streicheln.

 

Weitere Aufgaben waren Unkraut mähen Blacken spritzen Holz hacken Käse pflegen bei der Bergstation den Brunnen auf der Spilau reinigen und neu streichen und noch vieles mehr. Jedenfalls wurde es mir nie langweilig da ich auch oft Besuch hatte .

 

Am 25. Juni half ich dann auch noch die Kühe von Alplen in die Spilau zu treiben. Am Freitag 27. trieben wir eine Herde Mutterkühe mit den Jungen in die Spilau und die andere Herde in die vordere Spilau. Am Dienstag 3. Juli habe ich zusammen gepackt alles Material das nach Hause musste auf das Transportbähnli geladen und Franz-Heiri hat es dann hochgezogen.

 

Ich möchte mich bei Allen die mich unterstützt haben sei es als Besuch als Mithilfe oder als Lieferanten von Frischprodukten bedanken. Fast nur schönes Wetter und das 4 Wochen lang das war einfach super. Mir hat es super gefallen und das wird nicht das letzte Mal im Proholz gewesen sein .

 

 

 

Ab 18. August bin ich dann wieder in der Spilau anzutreffen.

 

Othmar aus Reinach

 

 


Freitag, 06. Juli 2018
Othmar: Alpsommer 2017

Alpsommer 2017

 

 

 

Erster Einsatz vom 16. Juli bis 30. Juli

 

in den ersten 2 Wochen meiner aktiven Ferien war mehrheitlich schönes Wetter. Es gab 3 Kälber in dieser Zeit und es war interessant wie sich diese entwickelten in dieser kurzen Zeit. Damit sie sich ans Laufen gewöhnen konnten liessen wir sie vor der Hütte herumtoben. Es war schön zuzusehen wie sie Luftsprünge machten . Am 27. Juli brachten wir sie zu Fuss zur Seilbahn und dort duften sie dann mit Franz-Heiri zur Talstation fahren. Es gab wie immer viel zu tun und wir waren einmal mehr ein gutes Team. Es hat richtig Freude gemacht wieder so richtig zupacken zu können. Am 30.Juli verabschiedete ich mich wieder von der Spilau für 3 Wochen denn mein nächster Einsatz war schon abgemacht.

 

 

 

Der 2. Einsatz begann am 19. August.

 

 

 

Da wir viel schönes Wetter hatten war Wildiheu machen angesagt. Da auch noch ziemlich viel Mist vorhanden war kam uns das gute Wetter auch noch entgegen und der Mist vom Frühling und den vom alt Stafel konnten wir bei gutem Wetter allen ausbringen. Wir hatten sogar einmal Zeit um die Höhle zu erforschen mit Sabina die wusste wo die Höhle ist. Sahara Miriam Fabian Adrian und ich waren begeistert und beeindruckt von dieser Höhle. Da das Wetter für Anfang September schlecht angesagt war zügelten wir schon am Donnerstag 31. August nach Alplen. Die Entscheidung war goldrichtig denn am Freitag regnete es in Strömen und am Samstag schneite es bis 1500m. Nach einem feinen Nachtessen am Samstag Abend war für mich wieder eine schöne Zeit auf der Alp vorbei. Ich möchte mich bei allen die mit mir auf der Alp waren bedanken es war eine schöne Zeit mit Euch und auch meine Lachmuskeln wurden recht strapaziert.

 

 

 

Alpabfahrt am Dienstag 26. September

 

 

 

Da noch einiges an Arbeit gemacht werden muss vor der Alpabfahrt bin ich schon am Sonntag 24. September nach Alplen gefahren. Die Gülle muss ausgebracht werden und auch der Kopfschmuck für die Kühe muss gemacht werden. Die ganzen Vorbereitungen nehmen einiges an Zeit in Anspruch. Gemeinsam aber haben wir alles geschafft und am Dienstag morgen um 10 Uhr starteten wir mit den Kühen Richtung Altdorf. Das Wetter war uns auch gut gesinnt. Nach fast 6 Stunden erreichten wir Altdorf und alles ist super gelaufen. Nach einem feinen Raclette fuhr ich wieder glücklich und zufrieden nach Hause.

 

 

 

Der nächst Einsatz war abgemacht für Montag 2. Oktober bis Sonntag 15. Oktober Hüttenumbau in Alplen.

 

 

 

Die Hütte ist von 1932 und es gibt sicher einiges das verbessert werden kann.

 

Es waren 2 schöne Wochen auch Wettermässig. In der ersten Woche machten wir noch die abgemachte Herbstwanderung vom Klingelstock zum Fronalpstock bei herrlichem Wetter und wunderbarer Aussicht. Fabian und ich übernachteten jeweils in Alplen. Die Käserei diente uns in dieser Zeit als Küche. Franz-Heiri fuhr Abends nach Hause da dort die Arbeit auch noch gemacht werden muss. Vielen Dank an Franz-Heiri und auch Fabian für die gute zusammen Arbeit während dieser Zeit.

 

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Für mich eine neue Erfahrung da ich im Frühjahr die Mutterkühe im Proholz und Fährnen betreuen werde.

 

Schönen Winter bleibt gesund.

 

Othmar aus Reinach

 

 

 


Sonntag, 22. Oktober 2017
Der Blonde: KnechteBeitrag

Back to the roots 

Einmal einen Sommer auf der Alp verbringen weckt bei vielen romantisch verklärte Vorstellungen. Natur pur, wilde Blumen, duftendendes Heu, Kuhgeläut und Quellwasser. Ein geradezu ideales Setting, um fern von Stress und Hektik zur Ruhe zu kommen, die erschöpften Tastaturfinger für etwas Rechtes zu gebrauchen und im besten Fall auch gleich noch sich selbst zu finden.  

Für mich als Bauernbub stand ein Alpsommer bis vor Kurzem nicht auf der to doe Liste für die zu bestehenden, „aufregenden Abenteuer meines Lebens“. Lange vermied ich es sorgfältig, mit der Landwirtschaft in Verbindung gebracht zu werden. Auf keinen Fall wollte ich als hinterwäldlerisch, dumm und uncool gelten. Lieber trug ich die Hose in den Knien und hörte Reggae – das war weit weniger peinlich, als mit dem Musiklehrer in der Tracht unterwegs zu sein. Und nun also doch- warum tue ich mir das eigentlich an? - ein Sommer lang als Knecht auf 1900m Höhe. Wennschon, dennschon. Ich habe mir einige handfeste, überprüfbare Ziele vorgenommen: Als professioneller Langschläfer, der normalerweise mühelos und chronisch den Wecker überhört, oder auf die letzte Sekunde stellt, werde ich einen Sommer lang nicht verschlafen. 2. Die Kühe einer Rasse sehen für mich alle ungefähr gleich aus – es war mir immer ein Rätsel, wie mein Vater all unsere Tiere auseinanderhalten konnte. Ich möchte mir deshalb die Unterschiede einprägen und alle 24 Kühe beim Namen kennenlernen. Und als Bonusziel: Ich zähle die Käselaibe, die ich einreibe und pflege.

 „Adrian! .. Adrian?“ „Ja, ich komme!“. Es ist 05.00 Uhr.

Franz-Heiri heisst mein Wecker. Gemeinsam mit seiner Frau Agnes bewirtschaftet er diese Alp, wie sein Grossvater und schon sein Urgrossvater. Der Grossvater wurde 92. 92 Sommer hat er auf der Alp verbracht, mein Wecker ist 55 und der 55.Sommer auf der Alp. Kühe melken steht als erstes auf dem Programm. Im Kampf darum, wer der Boss ist, weist die starke Ricola Kuh Flora in die Schranken. Flora weicht gekonnt aus. Dummerweise befinde ich mich zur falschen Zeit am falschen Ort und Floras Horn erwischt mich an der Nase. Es blutet sehr stark, mir wird schwarz vor den Augen und ich bin weg. Vom Träumen zurück zum Sternchensehen. Zehn Minuten lang kann ich kaum atmen, nicht sprechen und nichts bewegen. Mein ganzer Körper kribbelt. Nach einer halben Stunde stehe ich wieder aufrecht. Etwas beduselt zwar, aber das Melken kann weitergehen. Meine Zeit hier oben wird es vermutlich also doch auf die Liste der zu bestehenden Abenteuer schaffen. Gegen 07:00 Uhr sind alle wieder am Tisch und es wird gemeinsam gefrühstückt. Dann geht der Tag erst richtig los. Franz-Heiri verteilt wie jeden Morgen die Arbeit. Käse kehren, Käse einreiben, Zäunen, Fenster putzen, Kühe treiben, Mist zetten, Unkraut spritzen, abwaschen, mähen, die Sense dengeln, kochen oder einem verirrten Touristen ein Plättli servieren. Heute scheint die Sonne, sodass wir im Trocknen in der vorderen Alp Unkraut mähen können, bevor wir uns die kommenden Tage mit den Steigeisen oder Barfuss in die Felshänge wagen. Anschliessend muss noch der Klauenstand zum See herunter getragen werden, da sich eine Kuh verletzt hat. Nichts Schlimmes, aber es muss angeschaut werden. Nachmittags gilt es dann gegen 350 Käse mit Salzwasser oder Molke einzureiben, nach dem „Z’abig“ um 17.30 Uhr geht es wieder in den Stall, um die abendliche Milch zu melken. Um 20:00 Uhr sind alle wieder am Tisch. Es reicht für einen Nachtisch oder einen Abendschnaps, 200 m weiter lässt sich auch noch das GuteNacht SMS versenden. Dann, um halb zehn Uhr kehrt Stille ein in der Hütte.

Die Tage sind lang und streng. Aber schön ist es müde zu sein, wenn die Arbeit sinnvoll ist und du abends siehst, was du gemacht hast. Das Essen schmeckt - ich schätze die Lebensmittel, die entweder selber hergestellt sind, oder zumindest heraufgeschleppt wurden. Wenn letzte Woche in der ganzen Schweiz der Strom ausgefallen, im Weltall Ausserirdische entdeckt, oder facebook Konkurs gegangen wäre – das Leben hier wäre genau gleich weitergegangen. Für einen immer und überall erreichbaren Zigeuner wie mich, der gerne durch die halbe Schweiz gondelt, um schnell in Zürich einen Kaffee zu trinken ist diese Ruhe neu. Trotzdem erlebe ich viele Augenblicke der Vertrautheit.

Sechs Wochen sind vorbei. Knappe Halbzeit. Ich ziehe Bilanz. Sechs Kilogramm habe ich abgenommen. Mein Bart wächst weniger schnell als erhofft (unausgesprochene Regel: man rasiert sich erst wieder im Tal). Die Kuh ist ein Herdentier. Ein Knockout kann dich nicht nur im Boxring ereilen. Die 80-Jährige Grossmutter braucht keine Hilfe beim Zäunen. Sinnvolle Arbeit ist schöne Arbeit. Ich weiss jetzt, warum ich mir das antue. Selbst gemachter Käse schmeckt doppelt so gut. Das Wetter kann blitzartig ändern. Bei guter Sicht, blickst bis zu den italienischen Berge. Efeu, Ricola, Goldeli, Flora... – von den vierundzwanzig kenne ich bis auf vier alle vom Aussehen und Namen. 4306 Käselaibe habe ich eingerieben. Und ja, ich habe verschlafen. Ein einziges Mal.

Sechs Wochen sind vorbei. Knappe Halbzeit. Ich ziehe Bilanz. Ich bin ein Bauernbub und ich bin meinen Eltern sehr dankbar für alles, was sie mir mitgegeben haben und noch geben werden. Bisweilen entdecke ich sogar ein Fünkchen Stolz über diese, meine Herkunft. Ich darf zulassen, dass ich gerne in der Hütte bin, wenn in der Stube ein Örgeli spielt. Unten im Tal, werde ich weiterhin im Chörli jodeln und nebenbei auf Rockkonzerte gehen, den Schlangenkopf im rechten Ohrläppli[1] zur hochgekrempelten Hose mit Happy Socks tragen. Und womöglich wird mein älplerischer Bart im Herbst, nach angemessener Pflege einfach nur ein Moderelikt sein. Vielleicht bin ich einfach Fisch und Vogel. Und das ist in Ordnung so.

Es ist 05.00 Uhr. „Adrian! .. Adrian?“ „Ja, ich komme!“.

  [1] Typischer Ohrring der Toggenburger Tracht.

 

Adrian Iten, 20, ist vom 4. Juli-Ende September auf Alp Spilau UR. Zieht anschließend wieder barfuss für einen Kaffee durch die Schweiz. 

 

 

Mittwoch, 18. Oktober 2017
Dani mit Wandergruppe ZG, LU, AG: Wieder einmal auf die Alp

Wieder einmal besuchten wir die Alp Spilau. Für ein paar Stunden entflohen wir der hektischen Stadt und erholten und bei Franz-Heiri, Agnes, Sandra, Othmar und dem ganzen Team. Es war wieder herrlich - und der Hunger und der Durst wurden auch gestillt. Wir freuen uns bereits wieder auf nächstes Jahr und hoffen dann wieder übernachten zu können.

En ganze liebe Gruess

Dani & Wandergruppe ZG, LU, AG


Montag, 14. August 2017
Othmar: Alpsommer 2017

Alpsommer 2017 endlich wieder ein Eintrag.

 

Der Alpsommer begann für mich anfangs Juni mit der Alpauffahrt. Am Freitag 2. Juni fuhr ich nach Altdorf um mitzuhelfen die Alpauffahrt vorzubereiten. Am 3. Juni war dann die Alpauffahrt. Wir hatten gutes Wetter und es hatte alles bestens geklappt.

 

Am Dienstag 27 Juni ist zügeln in die Spilau angesagt. Am Sonntag 25. Juni reise ich nach Alplen. Am Montag wird einiges vorbereitet für das Zügeln. Der Käse muss von Alplen in den Käsekeller von der Bergstation gebracht werden dann muss er auch noch gewaschen und in einer vorgegeben Reihenfolge eingelagert werden. Simon (der Zivieldienst leistet auf der Alp) und ich machen diese Arbeit. Am Nachmittag heisst es noch die Gülle austun. Es ist sehr heiss. Das Gewitter wartet bis wir fertig sind.

 

Am Dienstag um 8. Uhr starten wir mit den Kühen Richtung Spilau. 8 Personen und 24 Kühe. In der unteren Spilau machten wir einen Halt um uns zu stärken. Nach der Pause gingen wir zur Spilau und die Kühe wurden in den Stall gebunden da es sehr heiss war. Am Nachmittag wurde dann der Plunder noch gezügelt und der Käse in der Bergstation musste nochmals gepflegt werden. Am Abend ging ich dann wieder nach Hause.

 

Am 5 Juli waren wir zu besuch bei Magdalena und Wisel im Proholz bei den Mutterkühen. Begleitet wurde ich von Bernadette und Ueli. wir gingen  zu Fuss von der Talstation vom Käppeliberg ins Proholz. Einen wunderschönen Tag verbrachten wir bei den beiden. Am Abend fuhren wir dann mit der Seilbahn ins Tal.

 

Nächsten Sonntag 16. Juli bin ich für 2 Wochen auf der Spilau mache aktive Ferien. Ich freue mich über viele Besuche.

 

 

 

Othmar

 


Montag, 10. Juli 2017
 
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