Othmar: Alpzeit im Juli

Vom Donnerstag 8. Juli bis Mittwoch 27. Juli war ich auf der Alp. Bereits ist es das 8. Jahr dass ich auf der Spilau tätig bin und jedes Jahr habe ich das Gefühl dass es schneller geht. Auch dieses Jahr konnte ich wieder etwas lernen da im Proholz ein Dach mit Schindeln belegt werden musste. Für mich das erste Mal und Fabian der Knecht aus Sachseln, der Schreiner und Zimmermann ist, führte mich in diese Arbeit ein. Es hat richtig Spass gemacht und wir hatten eine gute Zeit zusammen. Auch Christian aus Baiersbronn, der 2 Monate auf der Alp ist, war tatkräftig dabei. Wir hatten am 13. bis 17. Juli Schnee und am Donnerstag 14 Juli mussten wir die Kühe den ganzen Tag im Stall lassen da es bis in die untere Spilau Schnee hatte. Am Freitag Nachmittag konnten wir die Kühe in die untere Spilau treiben damit sie wieder Gras fressen konnten und das Wildiheu für später sparen, falls es nochmals Schnee gibt. Sonst war das Wetter recht gut es hat immer wieder geregnet aber meistens nur Nachts und die Tempratur war dann nach dem Schnee auch wieder Ok. Sogar im See baden war angesagt trotz anfänglichen 14.5 Grad. Nach dem Melken am See aber eine wohltuende Erfrischung. Vielen Dank an Franz-heiri und Agnes dass wir wieder eine schöne Zeit hatten zusammen. Auch den Kindern Erika Sabina Tobias und Sandra die auch immer wieder auf der Alp sind. Die anderen Helfer Fabian der den ganzen Sommer auf der Alp ist und "Arbeitssüchtig" ist, Christian der auf grossen Füssen lebt und aus dem Schwarzwald kommt sowie der pensionierte Maurer Baschi der das erste Mal am Aelplerleben teilnimmt auch ihnen danke ich dass sie mich immer unterstützen bei der Arbeit und es macht richtig Spass mit so motivierten Leuten zusammen zu Arbeiten. Ich freu mich schon auf die nächste Zeit im August wenn es wieder heisst ab auf die Alp Spilau.

Tschau zäme bis dann

Alpöhi Othmar


Freitag, 29. Juli 2016
Othmar: Alpzeit 2016 8. bis 24. Juli

Der Alpsommer begann für mich am Freitag 3. Juni 2016. Am Freitagnachmittag war ich in Altdorf zum Vorbereiten da am Samstag Alpauffahrt angesagt war. Es regnete noch stark aber für Samstag war besseres Wetter angesagt. Um 3 Uhr früh Tagwache, Frühstück und Punkt 4 Uhr starteten wir mit 17 Kühen Richtung Alplen im Riemenstaldertal. Das Wetter war uns wirklich gut gesinnt und es war die ganze Zeit trocken. Nach gut 6 Std. ereichten wir Alplen und alles hat bestens geklappt. Am Samstag Abend war ich wieder glücklich und zufrieden zu Hause.

 

Am 25. Juli hiess es auf in die Spilau mit 24 Kühen und viel Material (Plunder).

 

Am Freitagmorgen fuhr ich nach Riemenstalden wo ich das Auto von Franz-heiri holte und damit nach Alplen fuhr. Da Agnes nach Hause musste und Franz-heiri Fabian und Anna in der Spilau waren um zu hagen durfte ich die Alp hüten und einiges erledigen das anstand, wie Käsekehren Kühe auslassen usw. Um 17 Uhr waren dann alle wieder da und wir nahmen das Zabig. Da es noch einiges zum Vorbereiten gab hatten wir noch viel zu tun.Es kamen dann noch 6 Kühe von Riemenstalden die auch mit nach der Spilau mussten. Frühzeitig gingen wir schlafen da wir um 5 Uhr aufstanden. Nach dem Frühstück musste alles bereitgestellt werden was auf den oberen Stafel musste.  Nachdem alle Kühe eine grosse oder kleinere Trichle anhatten starteten wir um 8 Uhr. Nach gut einer Stunde waren wir schon in der unteren Spilau wo die Kühe bis am Abend bleiben mussten. Sandra und ich gingen in die obere Spilau und machten die Hütte bereit. Die Anderen brachten den ganzen "Plunder"zur Spilau. Der Regen hat uns doch noch eingeholt. Da es noch überall Schnee hat konnten wir nicht bis zur Hütte fahren mit dem Schilter der Rest musste mit der Motorkarren transportiert werden. Um 17 Uhr holten wir die Kühe in der unteren Spilau um zu melken nach oben. Bis zum Nachtessen gab es noch viel zu tun bis alles soweit war dass man einigermassen eingerichtet ist. Zufrieden und müde gingen wir schlafen. Am Sonntag nach dem Mittagessen machte ich mich auf den Heimweg.

 

Morgen 7. Juli besuchen Bernadette und ich Magdalena und Wisel im Proholz. Wir werden zusammen grillieren und einen gemütlichen Tag verbringen. Am Abend geht Bernadette nach Hause und ich gehe bis am 24. Juli auf die Spilau. Falls mich jemand besuchen will auf der Alp da bin ich in nächster Zeit zu Hause.

 

Schöne Zeit Grüsse Othmar

 

 

 


Mittwoch, 06. Juli 2016
Othmar: Skitour

Mein erster Eintrag im 2016

 

Am letzten Montag 11.April 2016 waren wir zu dritt auf der Spilau um den Käse zu pflegen. Ich traf mich mit Wisel (Magdalenas Mann welche zusammen im Frühjahr die Mutterkühe betreuen ) in Egerkingen um gemeinsam nach Altdorf zu fahren. Dort holten wir noch Sabina ab die auch mitkam. Wir fuhren nach Riemenstalden und dann mit der Seilbahn auf die Gitsch. Nachdem wir die Felle auf unsere Skier montiert hatten starteten wir Richtung Alp Spilau. Herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperatur hatten wir. Als wir ankamen mussten wir zuerst den Wintereingang von Schnee frei schaufeln. Bei der Stube konnten wir ein Fenster öffnen. Dank Solarzellen die auch im Winter die Batterien laden hatten wir auch Licht im Käsekeller. Zuerst mussten wir Schnee schmelzen auf dem Gasherd damit wir Wasser hatten um den Käse zu waschen und natürlich auch um einen Kaffee zu machen. Vor der Hütte verpflegten wir uns bei viel Sonne und der Föhn kam dann auch noch. Als wir die Hütte dicht gemacht hatten starteten wir zur Abfahrt zum Proholz wo uns eine andere Aufgabe erwartete. Der Schnee war super und wir konnten die Fahrt richtig geniessen.Da brauchten wir Schaufeln um den „Kühlschrank“ (ein grosses Loch im Felsen) das wir mit Schnee füllten damit Wisel und Magdalena im Juni/Juli ihre Vorräte kühl lagern können. Nach getaner Arbeit montierten wir die Felle nochmals damit wir zur Bergstation der Seilbahn aufsteigen konnten da die Schneeverhältnisse zu schlecht waren um nach Riemenstalden zu fahren. In Altdorf bekamen wir noch ein Zvieri . Es war ein herrlicher Tag.

 

Bis zum nächsten Eintrag, vermutlich zur Alpauffahrt grüsse ich alle

 

Othmar aus Reinach.

 


Mittwoch, 13. April 2016
Othmar: Alpsommer 2015

Das war ein Alpsommer wie im Bilderbuch. Fast immer nur schönes Wetter so macht das Aelplerleben noch mehr Spass. Ich war nochmals vom 16. August bis und mit 31. August auf der Spilau. Am Anfang waren wir noch im Altstafel mit den Kühen, das heisst um 04.45 aufstehen und im dunkeln zum melken gehen. Wenn man ankommt ist man dann sicher auch wach. Nachdem melken Kühe auslassen Milchgeschirr abwaschen und den Stall ausmisten dann gibt es Frühstück und man hat dann natürlich auch schon recht Appetit. Es wurden in diesen 2 Wochen auch wieder einiges an Arbeiten erledigt. Da der Käse zum Teil in der unteren Spilau gelagert wird heisst es 2 bis 3 mal die Woche zur unteren Spilau zum Käse pflegen gehen. Die Dächer in der unteren Spilau müssen auch noch fertig gedeckt werden da ist noch einiges an Arbeit . Mitte erste Woche ziehen wir mit den Kühen wieder zur Alphütte zurück, so dass man am Morgen nur noch zum Stall rüber gehen muss und dadurch können wir eine halbe stunde später aufstehen. Am frühen Morgen vom Freitag 21. auf Samstag 22. August wird noch ein Kalb geboren. Für das Rind ist es die erste Geburt deswegen für das Tier auch schwieriger. Zum Glück geht es doch noch einigermassen gut und es ist ein Stierkalb das doch ziemlich gross ist. Jedenfalls wächst es prächtig und am 31. August muss es schon zur Seilbahn runterlaufen in Riemenstalden wird es zur Mast gebracht. Wie immer im August wird der Mist ausgebracht, vom Altstafel und von der Spilau. Es gab wieder einige Schiterladungen die natürlich auch noch gezettet werden mussten. Am Sonntag 30. August mussten wir packen und alles zusammen räumen , am Montag zügelten wir nach Alplen . Es hat alles bestens geklappt und am Montag Abend holte mich meine Frau Bernadette ab in Alplen.

 

Diese 4 Wochen werde ich nicht so schnell vergessen, wunderbares Wetter und man konnte viel baden im See, am wärmsten war er mal 19. Grad .

 

Vielen Dank Agnes und Franz-Heiri für die schöne Zeit bei Euch. Auch möchte ich mich bedanken bei allen die während meiner Zeit auf der Spilau auch dabei waren. Es waren dies: Myriam Sebastian Tobias Sandra Horst Christa Christian Oliver. Es hat mir Spass gemacht mit euch allen zusammen zu Arbeiten. Ich freue mich schon wieder auf den Alpsommer 2016.

 

Letzten Donnerstag 24. September war Alpabfahrt.

 

Ich holte am Mittwoch morgen Christian aus Baiersbronn am Badischen Bahnhof ab. Pünktlich zum Mittagessen kamen wir in Alplen an. Am Nachmittag war Güllnen angesagt. Zum Glück hörte der Regen auf und wir machten uns auf den Weg zum Güllnen. Sebastian war der Maschinist Franz-Heiri übernahm das Verteilen und Myriam Fabian Christian und ich mussten den Güllenschlauch nachziehen. Der Regen kam zum Glück erst wieder als wir bereits am reinigen der Maschinen und Schläuche waren. Nach dem Zabig brachten wir Material und die Autos nach Altdorf. Ich holte noch Oliver am Bahnhof in Sisikon ab denn er konnte auch dabei sein. Abends hatten wir noch einen Auftritt im Restaurant Kaiserstock wo eine Hochzeit stattfand und wir mit 9 Trichlen auftraten. Es hat der Hochzeitgesellschaft gut gefallen und es gab für uns sogar noch vom feinen Hochzeitkuchen. Um ca 22. Uhr machten wir uns auf den Heimweg da ja am anderen Tag Alpabfahrt angesagt war.

 

Am Morgen melken dann alle Kühe putzen und alles vorbereiten zur Abfahrt Franz-heiri und Sebastian fuhren nach Altdorf und holten noch Christa Ramona und Matthias ab die auch zur Alpabfahrt kamen. Um 9 Uhr gab es noch ein Znüni dann mussten wir den Kühen die Trichlen anziehen und um ca. 10 Uhr starteten wir in Alplen. Vor Sisikon montierten wir den Kühen den Kopfschmuck und die ganz grossen Trichlen. Es hat alles bestens geklappt und wir waren um 15. Uhr schon in Altdorf. Zum Abschluss gab es ein feines Raclette und alle waren müde, glücklich und zufrieden.

 

Viele Grüsse aus Reinach Othmar

 



 


Freitag, 25. September 2015
M. Mettler: Proholz

Eintrag im Gästebuch

 

Proholz 2015

 

Zum zweiten Mal haben wir im Juni/Juli fünf herrliche Wochen im Proholz verbracht. Vergangenes Wochenende ziggelten wir unseren Plunder wieder nach Hause. Für ganze zwei Wochen hatten wir Besuch von unsern Freunden aus Australien – Annette und Harvey. Wir „schleppten“ sie auf den Rossstock und zündeten ein Grillfeuer am Alplensee an. Der Höhepunkt aber – sowohl für unsere Besucher als auch für uns – war das Decken des Schindeldaches auf der Südseite des Stalles. Die neuen Schindeln wurden in zwei Netzen per Helikopter heraufgeflogen. Welche Kunstwerke! Franz-Heiri hatte die Schindeln im letzten Winter von Hand gespalten und zugeschnitten. Jetzt mussten sie nur noch korrekt montiert werden, so dass das Wasser das Dach hinunter fliesst und nicht ins Holz hinein. Mit Sebastian hatte Franz-Heiri wohlweislich einen Schreiner als Zusenn für diesen Sommer verpflichtet.

Ja, da waren sie dann unterwegs, die Akrobaten auf dem Dach – einige Male mussten Annette und ich die Augen schliessen, respektiv wegschauen…

Aber das Ergebnis lässt sich sehen. Ich finde, das neue Dach ist ein Meisterwerk!

Der Hauptzweck unseres Aufenthaltes im Proholz waren aber die Mutterkühe. Sie sorgten für zusätzliche Abwechslung. Einerseits hatten wir ein einmonatiges Baby dabei, aber auch „Saugoofe“– lustige, freche Teenager, die sich auf den trockenen Hängen am liebsten ein Rennen lieferten.

Schliesslich hat Wisel den Vorplatz beim Brunnen fertig gestellt, den Sumpf mit Steinen gefüllt, mit Kies und Erde bedeckt und mit Wild-Heublumen angesät – das viele Steineklopfen hat seine Muskeln zulasten der Fettpolster etwas anschwellen lassen.

Für euch, liebe Furrers, geht schon bald ein weiterer schöner Alpsommer zur Neige – geniesst den Altweibersommer noch ausgiebig auf Alplen.

Mit lieben Grüssen Wisel und Magdalena

 

Jetzikofen, 4. September 2015


Freitag, 04. September 2015
 
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